Alkoholbedingte Neuropsychiatrie: Halluzinose, Wernicke, Korsakow und FASD
Shownotes
- Alkoholhalluzinose erkennen: Akustische Halluzinationen plus Angst bei klarem Bewusstsein - die klassische Prüfungskonstellation bei alkoholkranken Patienten
- Wernicke-Trias beherrschen: Bewusstseinsstörungen, Augenbewegungsstörungen und Ataxie durch Vitamin-B1-Mangel - oft unvollständig ausgeprägt
- Korsakow-Syndrom verstehen: Merkfähigkeitsstörung, Desorientierung und Konfabulationen als Defektsyndrom nach überstandener Wernicke-Enzephalopathie
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- ICD-10-Systematik durchblicken: Wo finden sich Alkoholhalluzinose (F10.5), Korsakow (F10.6) und Wernicke-Enzephalopathie (E51) im Klassifikationssystem
- Fetale Alkoholspektrumstörung diagnostizieren: Mikrozephalie, schmale Lidspalten und verstrichenes Philtrum als klassische Gesichtszüge der Alkoholembryopathie
- Differenzialdiagnose-Tabelle nutzen: Akustisch ist Halluzinose, optisch ist Delir, Augenmuskulatur ist Wernicke, vergesslich mit Konfabulation ist Korsakow
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Transkript anzeigen
00:00:00: Hallo zusammen, willkommen bei den Heilpraktiker Hex.
00:00:03: Hier sind wieder eure Prüfungsknacker Sarah und Lukas.
00:00:06: Heute machen wir die zweite Folge zur Alkoholkrankheit – und zwar zu drei besonderen neuropsychiatrischen Folgen plus der Alkuhlembryopathie.
00:00:16: Genau!
00:00:17: In Folge thirty-fünf haben wir ja die Alkohlkrankkeit selbst besprochen.
00:00:21: Stufen, Gelenacktypen, Vollgeschäden, Diagnostik, Therapie... Heute geht's um vier Themen, die im ICD-X jeweils eigene Diagnosen sind.
00:00:31: Die Alkoholhalozynose – die Wernicke Encephalopathie das Korsakoff-Syndrom und am Ende noch die fatale Alkohlspektrumstörung.
00:00:39: Sarah, kurzer Blick auf die Systematik!
00:00:42: Wo finden wir das alles?
00:00:43: Im ICD X?
00:00:44: In der F-I-Null-Reihe haben wir mehrere Unterkategorien.
00:00:48: F ten Punkt fünf ist die psychotische Störung.
00:00:51: Da gehört die Alkuholhalozinose hin.
00:00:54: F ten Punkt sechs ist das amnestische Syndrom, also der Korsakoff.
00:00:59: Hier speziell der durch Alkohol verursachte.
00:01:01: Den Korsakov gibt es ja auch in der Kategorie f null Punkt vier Also wenn er organisch bedingt ist zum Beispiel durch einen Tumor oder eine Verletzung.
00:01:11: Die Wernicke Encephalopathie hat interessanterweise ihre eigene Kodierung außerhalb der F eins Gruppe.
00:01:17: Sie steht unter E einundfünfzig weil sie über den Thiaminmangel definiert ist.
00:01:22: Und die FASD?
00:01:24: Kuh, sixundachtzig.null eigene Kategorie für angeborene Schädigungen durch Alkohol.
00:01:30: Aber bevor wir uns in Codes verlieren los geht's mit der Alkohlhalozinose.
00:01:35: stellt euch folgenden Fall vor.
00:01:37: das ist eine echte Prüfungsfrage.
00:01:39: ein alkoholkranker Patient kommt in die Praxis und schildert das Hören von Stimmen er isst ängstlich angespannt hat Fluchttendenzen.
00:01:47: welche Diagnose passt am ersten?
00:01:52: Deliriumtremens, Alkoholhalozinose oder Wernicke-Encephalopathie.
00:01:57: Die Lösung ist die Alkohlhalozynose und das müssen wir wirklich drauf haben weil dass die typische Prüfungskonstellation ist.
00:02:05: Alkholkrankerpatient plus akustische Haluzinationen plus Angst.
00:02:09: Genau!
00:02:10: Die Alkuholhalozinose ist eine psychotische Störung, die im Rahmen einer langjährigen Alkholeabhängigkeit auftritt.
00:02:17: Häufigkeit etwa vier Prozent bei den alkoholabhängigen.
00:02:21: Und jetzt das Wichtigste, die drei charakteristischen Merkmale.
00:02:24: Erstens akustische Halluzinationen, zweitens Angst, drittens paranoide Ideen.
00:02:31: Akustische Haluzinationen – Das ist der Kern!
00:02:34: Der Name sagt es ja.
00:02:35: Halluzinose.
00:02:37: Ohne Hallucinationen keine Hallucinose und für die Prüfung ganz wichtig.
00:02:42: Es geht um akustiche Hallucionnen nicht um optische.
00:02:46: Hier eine Prüfungsfrage, die genau das trifft sinngemäß An welche Erkrankung denken wir bei einem Alkoholkranken, der optische Halluzinationen beschreibt?
00:02:55: Da ist die Antwort eben nicht die Alkohlhalozynose.
00:02:58: Sondern das Delirium.
00:03:00: Akustisch ist Halluzinose.
00:03:02: Optisch ist Delir.
00:03:04: Das ist eine wichtige Faustregel!
00:03:06: Und jetzt die Abgrenzung, die in Prüfungsfragen immer wieder kommt.
00:03:09: Was ist bei der Alkuhlhalozinose typisch und was nicht?
00:03:13: Ganz wichtig – das Bewusstsein ist üblicherweise klar.
00:03:16: Eine Bewusstseins-Trübung ist nicht Hauptmerkmal der Halluzinose.
00:03:21: Genauso falsch ist die Aussage, charakteristisch sind ausgeprägte vegetative Begleiterscheinungen – auch das ist nicht typisch für die Halluzinoase!
00:03:29: Wenn jemand stark schweißt, zittert einen rasenden Puls hat dann denken wir an dass Delir nicht an die Halluzinose.
00:03:36: Und noch eine Falle.
00:03:37: Warn-Ideen sprechen gegen eine Alkoholhalozinose Auch falsch.
00:03:42: Waren Ideen können vorkommen Sie sind aber nicht das Hauptmerkmal.
00:03:46: Hier kommt ein wichtiger didaktischer Punkt für die Prüfung.
00:03:49: Wir müssen genau auf die Formulierung der Frage achten.
00:03:51: Typisch oder charakteristisch heißt etwas anderes als kann auftreten.
00:03:56: Genau, bei typisch und charakterstisch sind wir streng.
00:04:00: Da nehmen wir nur die Kernmerkmale Akustische Halluzinationen Angst Paranoide Ideen.
00:04:06: Bei Kann aufteten sind wir großzügig.
00:04:09: da gehören dann auch dazu psychomotorische Störungen wie Erregung Affektstörungen von Angst bis Extase, Personenverkennung sogar mal eine Warnidee.
00:04:19: Eine andere Prüfungsfrage hat das genau so abgefragt – bei welchen Erkrankungen werden gehäuft akustische Halluzinationen beobachtet?
00:04:27: Die zwei richtigen Antworten sind paranoidische Zofrinie und Alkoholhalozinose.
00:04:32: Akustische Halluzinationen, das ist eine kurze Liste in der Differenzialdiagnose.
00:04:37: Im Wesentlichen Schizophrenie und Alkoholhaluzinose – das hilft uns in der Prüfung schnell die richtige Spur zu finden.
00:04:44: Zur Therapie ganz kurz!
00:04:45: Die Halluzinase wird stationär behandelt meistens mit Hochpotenten Neuroleptiker wie Haloperidol manchmal in Kombination mit Benzodiazepinen zur Beruhigung
00:04:55: Und die Prognose ist unter Abstinenz gut.
00:04:58: Aber Achtung, bei einem Rückfall in den Alkoholkonsum ist das Rezidivrisiko hoch.
00:05:03: Gut!
00:05:04: Damit zur zweiten Diagnose – die Wernicke Encephalopatie.
00:05:08: Lukas was isst die Ursache?
00:05:10: Vitamin B-I Mangel also Tiaminmangel.
00:05:13: und dass es bei Alkoolikern wirklich häufig.
00:05:16: etwa fünfzig Prozent der Alkohlkranken haben einen B- I Mangel.
00:05:20: Wieso eigentlich gerade B-i?
00:05:22: Mehrere Gründe.
00:05:23: Erstens schlechte Ernährung, Alkoholika decken ihren Kalorienbedarf oft fast nur durch den Alkohl selbst.
00:05:29: Zweitens behinderte Aufnahme im geschädigten Darm und drittens der erhöhte Verbrauch im Metabolismus.
00:05:36: Da gibt es doch auch den Begriff Beriberi.
00:05:39: Ja das ist die klassische B-Einsmangel-Krankheit.
00:05:42: wenn der Tiaminmangel vor allem durch eine Ernährungen mit vorwiegend geschältem Reis entstanden ist Und die Symptome noch deutlich milder sind Wenn dann die Hirnschädigung kommt, dann spricht man vom Wernicke.
00:05:53: Ah deswegen auch Wernice-Encephalopathy!
00:05:56: Okay und was ist mit den anderen B-Vitaminen?
00:05:59: Mit denen gibt es auch genauso Probleme.
00:06:01: Beim B-Zwölf kommt auch noch der verminderte Intrinsisch Faktor dazu weil auch die Magenschleimhaut geschädigt wird.
00:06:07: Ok jetzt die klassische Wernike Trias drei Symptomkomplexe, die wir uns merken sollten.
00:06:13: Erstens Bewusstseinsstörungen von Aufmerksamkeitsproblemen über Desorientierung bis hin zum Coma.
00:06:20: Zweitens Augenbewegungsstörung, Nystagmus, Doppelbilder, Blicklähmungen.
00:06:25: Drittens Attaxi – also Gang und Standunsicherheit.
00:06:32: Aber Achtung!
00:06:33: Psyrembel sagt etwas Wichtiges.
00:06:35: Diese Trias ist bei achtzig- bis fünfundachtzig Prozent der Patienten unvollständig.
00:06:40: Oft stehen die Bewusstseinsstörungen im Vordergrund und Augenmuskel-Störungen oder Attaxi fehlen.
00:06:46: Deshalb wird die Wernicke Encephalopathie klinisch häufig nicht erkannt.
00:06:50: Hier ein klassischer Prüfungsfall!
00:06:52: An welche Erkrankung denken wir bei einem Alkoholkranken mit Merkfähigkeitsstöringen, Gangunsicherheit, Augenmuskellähmungen und Polyneuropathie?
00:07:01: Die Antwort ist Wernica encephalo-Pathie – da haben wir alle drei Trias-Komponenten plus die Polyneupathie als typische Begleiterscheinung
00:07:10: Und noch eine Prüfungsfalle.
00:07:11: Sinngemäß, bei der Wernicke Encephalopathie treten typischerweise keine Orientierungsstörungen auf – richtig oder falsch?
00:07:19: Das ist falsch!
00:07:21: Orientierungs- störungen gehören hier implizit zu den Bewusstseinsstörung mit dazu.
00:07:25: Sie sind ein Bestandteil der Trias
00:07:27: Zur Therapie.
00:07:28: ganz kurz.
00:07:29: Bei Verdacht sofort hochdosiert Vitamin B I intravenös.
00:07:33: Das ist wirklich eine Notfallsituation.
00:07:35: Und ein Punkt, den wir kurz erwähnen sollten – der ist medizinisch wichtig.
00:07:40: Wenn wir einem Alkoholiker eine Glykoseinfusion geben ohne vorher Vitamin B-I zu substituieren können wir eine Wernicke Enzifallopathie auslösen oder verschlimmern.
00:07:50: also erst B- I dann Glykose.
00:07:53: Der Hintergrund ist dass die Glycoase den B- i Verbrauch ankurbelt.
00:07:57: Bei einem schon bestehenden Mangel kippt das System dann komplett.
00:08:00: Prognose, Literalität trotz Behandlung etwa zehn Prozent.
00:08:05: Und ganz wichtig, und das leitet uns direkt zum nächsten Thema über.
00:08:08: Die Wernicke Enzifallopatie geht häufig in ein Korsakoff-Syndrom über.
00:08:12: Genau das ist die Brücke!
00:08:14: Wenn ein Patient die akute Wernikephase überlebt bleibt oft neben den Wernike Symptomen ein Defektsyndrum zurück – und das nennen wir dann das Korsakovsyndrom.
00:08:24: Und der Korsarkoff ist prüfungstechnisch ein wirklich heißes Eisen.
00:08:28: Es gibt deutlich mehr Prüfungsfragen zu Korserkoff als zu Wernikke selbst.
00:08:32: also gut aufpassen.
00:08:33: Die anatomische Schädigung beim Korsakov betrifft den Mamilar-Körper, den Talamus und den Hypotalamus.
00:08:40: Alles wichtige Schaltstellen für unser Gedächtnis!
00:08:43: Und jetzt das Kernwissen – die Korsakov trias drei Symptome, die wir wirklich auswendig wissen sollten.
00:08:49: Erstens Merkfähigkeitsstörung vor allem dass Kurzzeitgedächtnis ist betroffen.
00:08:54: Antirograde amnesie heißt es also die Unfähigkeit neue Inhalte zu speichern.
00:08:59: Zweitens Desorientierung.
00:09:01: Vor allem die zeitliche Orientierung ist stört.
00:09:04: In einer Prüfungsfrage taucht der Begriff Zeitgitterstörung auf.
00:09:08: Und drittens, Konfabulationen.
00:09:10: Das ist ein faszinierendes Phänomen.
00:09:12: Der Patient fühlt seine Gedächtnislücken mit erfundenen Geschichten.
00:09:16: Er lügt nicht bewusst Sondern sein Gehirn produziert plausibel klingende Geschichten um die Lücken zu schließen.
00:09:22: Merkhöchigkeit des Orientierungs-Konfabulations Diese drei Begriffe müssen sitzen.
00:09:28: Hier eine Prüfungssfrage, die das direkt abfragt Welche Symptome stellen die Trias des Korvakov-Syndroms dar?
00:09:34: Archinese, Krampfanfälle, Merkfähigkeitsstörung, Desorientiertheit oder Konfabulationen.
00:09:41: Die
00:09:41: richtige Kombination ist Merk-Fähigkeit-Störung, Des-Orientiertheit und Konfabulationen.
00:09:47: Archinise und Krampfanfälle gehören nicht dazu.
00:09:50: Und genauso wichtig was Nicht zum Korsakoff gehört!
00:09:54: Eine andere Prüfungsfrage listet Symptomen auf Ataxi Desorientierung, Konfabulation, Bewusstseinsstörungen und Gedächtnisstörung.
00:10:03: Welche Dreiehend richtig?
00:10:05: Die Lösung ist Desorientiering konfabulations- und gedächtnissstörungs.
00:10:09: Ataxi ist Wernicke nicht Korsakow.
00:10:12: Und jetzt ganz wichtig!
00:10:13: Bewusst seins.
00:10:14: Störungen gehören nicht zum Korsakov Sie gehören auch zur Werniche Enzifallopathie vor allem in den akuten Entgleisungen.
00:10:21: Beim Korsakov ist das Bewusstsein dagegen klar, genauso wie bei der Halluzinose übrigens.
00:10:27: Eine getrübte Bewusstseinslage spricht eher für Wernicke oder Delir.
00:10:31: Noch eine Prüfungsfrage zur Vertiefung Bei einem fünfzigjährigen Alkoholiker welche Befunde stützen den Verdacht auf Korsakoff?
00:10:39: Akustische Halluzinationen Störung des Kurzzeitgedichtnisses Ausgeprägte-Bewusstseinstrübung Größenwahn Oder deutliche Störungen des Zeitgefühls
00:10:49: Die richtige Kombination Störung des Kurzzeitgedächtnisses und deutliche Störung des Zeitgefühls Beides klassische Korsakovsymptome.
00:10:59: Akustische Halluzinationen wären Halluzinose, Bewusstseinstrübung wäre Wernicke oder Delia.
00:11:07: Eine kurze Bemerkung zur ICD-X Systematik.
00:11:11: Das Korsakoff-Syndrom gibt es in zwei Kategorien F-null vier, wenn es nicht durch Alkohol oder andere psychotropesubstanzen bedingt ist und f-eins null Punkt sechs.
00:11:23: Wenn es alkoholbedingt ist!
00:11:25: Denn der Korsakoff muss nicht zwingend durch Alchohol entstehen – Es kann auch nach einem Schädel Hirntrauma auftreten, Nach einer Subarachnoidalblutung Oder einer Encephalitis.
00:11:37: Aber bei uns geht es heute natürlich primär um die alkoholsbedingte Form.
00:11:42: Ein wichtiger Unterschied dabei ist, dass die organisch bedingte Form auch akut verlaufen kann.
00:11:47: Sie ist also reversibel – wenn das Grundproblem behoben ist, löst sich auch die Korsakoff-Trias wieder auf.
00:11:55: Alkoholbedingt ist es eher chronisch!
00:11:57: Zur Prognose Bei zeitgerechter Therapie kann sich der Korsakov aber noch über einen längeren Zeitraum zurückbilden.
00:12:05: Bei langem Verlauf ist es allerdings therapierefraktär und die Prognese dann schlecht.
00:12:11: Apropos Lernen.
00:12:12: Wer sich mit diesen Differenzialdiagnosen wirklich systematisch auseinandersetzen will, dem kann ich die Videotraining auf heil-praktikerausbildung.de empfehlen.
00:12:25: Lukas und ich haben uns ja in einem der Liveonlinekurse von Stefan Barris kennengelernt.
00:12:30: Ja gerade solche Tabellen!
00:12:32: Halluzinose gegen Wernicke, gegen Korsakow gegen Delir werden dort wirklich gut systematisch durchgearbeitet.
00:12:40: Das hat mir enorm geholfen die Bilder voneinander abzugrenzen.
00:12:44: Gut!
00:12:44: Dann jetzt zum letzten Thema dieser Folge – Die fatale Alkoholspektrumstörung kurz FASD.
00:12:52: Das ist im Grunde auch eine Folgeerkrankung des Alkuhols nur diesmal nicht beim Trinker selbst sondern beim ungeborenen Kind.
00:13:00: Und eine wichtige Zahl gleich vorweg.
00:13:03: Das fatale Alkoholsyndrom zählt zu den häufigsten Ursachen einer geistigen Behinderung überhaupt!
00:13:09: Hier ein klassischer Prüfungsfall – sinngemäß, ein Neugeborenes mit minder Wuchs und Mikrocephalie zeigt einen Verstrichenes-Filtrum, einen kurzen Nasenrücken, kurze Liedspalten und ein schmales Oberlippenrot.
00:13:25: Die Mutter ist Impfgegnerin.
00:13:27: Woran denken wir?
00:13:28: Der Begriff Impfgegnerin ist hier eine Falle.
00:13:31: Man könnte an Rökeln oder Varicellen denken, aber die typischen Gesichtszüge – schmale Liedspalte, verstrichenes Filtrum, schmale Oberlippe sind das klassische Bild einer Alkoholembriopatie.
00:13:44: Die richtige Antwort?
00:13:45: Die Mutter konsumierte in der Schwangerschaft regelmäßig erhebliche Mengen Alkohl.
00:13:50: Merken wir uns die drei klassischen kranio-faziellen Auffälligkeiten Mikrocephalie schmale Liedspalten, schmale Oberlippe mit verstrichenem Filtrum.
00:14:01: Dazu prä- und postnatale Wachstumsretadierung – die Kinder sind zu klein und zu leicht!
00:14:07: Und in einer anderen Prüfungsfrage wird konkret abgefragt, welche Befunde stützen den Verdacht auf Alkoholembryopathie?
00:14:15: Ein Geburtsgewicht von viertausend Gramm eine Körperlänge von dreiundfünfzig Zentimetern ein breiter kurzer Nasenrücken einen auslösbarer Saugreflex oder Mikrozephalie.
00:14:27: Die Lösung der breite kurze Nasenrücken und die Mikrozéphalie.
00:14:32: Viertausend Gramm ist eher viel, wir würden bei FASD ein Untergewicht erwarten – dreiundfünfzig Zentimeter ist normal!
00:14:41: Und ein auslösbarer Saugreflex spricht sogar für einen Funktionieren des Nervensystems.
00:14:47: Eine Anmerkung noch zu den Diagnosekriterien Die intrauterine Alkoholexposition muss nicht zwingend bestätigt sein.
00:14:56: Das heißt, wenn die anderen Kriterien klar erfüllt sind können wir die Diagnose auch stellen ohne dass die Mutter den Alkuhalkonsum bestätig hat.
00:15:05: Wichtig!
00:15:06: Weil viele Mütter den Konsum natürlich nicht zugeben.
00:15:09: trotzdem darf die Diagnose nicht daran scheitern.
00:15:13: Gut, bevor wir zum Schluf kommen machen wir nochmal das was prüfungstechnisch wirklich goldwert ist.
00:15:19: Eine kleine Differenzialdiagnosetabelle der vier wichtigsten alkoholbedingten neuropsychiatrischen Bilder.
00:15:26: Sarah fang an mit der Halluzinose.
00:15:29: Alkoholhaluzinase Leitsymptom sind akustische Halluzinationen plus Angst.
00:15:35: Bewusstsein ist klar Vegetativer sind nicht ausgeprägt.
00:15:40: Delirium tremens Optische Halluzinationen, ausgeprägte vegetative Entgleisung mit Schwitzen, Schimmern, Tachikadi.
00:15:48: Bewusstsein getrübt – Lebensgefahr!
00:15:51: Den haben wir in Folge sechzehn ausführlich gemacht.
00:15:55: Wernicke Enzifralpartie Triasausbewusstseinsstörungen Augenmuskelstöringen und Ataxi Akut oder Subakut Ursache B-I Mangel Und Korsakovsyndrom Trias aus Merkfähigkeitsstörung, Desorientierung und Konfabulation.
00:16:13: Bewusstsein klar!
00:16:15: Chronisch – oft Defektsyndrom nach Wernicke Ein einprägsamer Merksatz dazu?
00:16:21: Akustisch ist Halluzinose Optisch ist Delir Augenmuskulatur ist Wernice Vergesslich mit Konfobulation ist Korsakoff Perfekt.
00:16:32: Wenn wir eine einzige Lernkarte zu diesem Thema machen, dann diese vier Spalten.
00:16:37: Damit kommen wir in der Prüfung sehr weit!
00:16:39: So Leute – das war's mit unserer F-I Alkoholserie.
00:16:43: Wir haben in den Folgen Vierzehn bis Sechzehn die Grundlagen zur Psychotropensubstanzen besprochen.
00:16:50: In Folge thirty-fünf die Alkuhalkrankheit selbst und heute die vier Sondererkrankungen.
00:16:56: Mein Tipp zum Abschluss macht euch genau diese vier-Spaltentabelle als Lern-Karte.
00:17:01: Hallozinose, Delir, Wernicke, Korsakoff jeweils mit Leitsymptom, Bewusstsein, vegetativen Befund und einem typischen Prüfungsstichwort.
00:17:12: Wenn euch unser Podcast gefällt gebt uns gerne weiter an eure Lernpartner & Lern-Partnerinnen!
00:17:17: Und wenn ihr Themenwünsche habt schreibt uns!
00:17:20: Macht's gut und viel Erfolg beim Lernen!
00:17:23: Ciao bis bald.
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